From dusty times

It is hard to imagine that huge parts of our city did look that way not too many times ago. Finally the last pits are closed in this area and a lot of people seem to grieve about it. To be honest I am not and was not looking for a romantic view on this industry when I painted this one last night. The damage it left will remain for centuries and keep generations busy. The inspiration for this watercolor came from a look out of the window of the office. There is only one winding tower left of the pit area that has been active on the other side of the road until the mid 1960s. Now they just started a huge construction and it will be a new quarter of the city build around the tower. I found some vintage photos online that helped me to get an idea how it looked when it was active.

cw_watercolor_2019_003
003_2019 Watercolor / Lorenzo Santoni handmade paper , ca. 70 x 50 cm / 19.7 x 13.8 in / Lukas Aquarell 1862

Aus staubigen Zeiten

Es ist heute schwer vorstellbar, dass vor gar nicht so langer Zeit große Teile unserer Stadt so aussahen. Endlich sind auch die letzten Zechen in diesem Gebiet geschlossen und viele Leute scheinen den “glorreichen” Zeiten hinterher zu trauern. Das tue ich zugegebener Maßen nicht und ich habe auch nicht unbedingt nach einem romantischen Blickwinkel gesucht, als ich dieses Aquarell in der letzten Nacht gemalt habe. Die Zerstörung, die das alles hinterlassen hat, wird für Jahrhunderte bleiben und Generationen in Atem halten.  Die Inspiration für dieses Aquarell kam durch einen Blick aus dem Bürofenster. Schräg gegenüber ist nur noch einer der Fördertürme der früheren Zeche und Kokerei Helene erhalten, die bis Mitte der 1960er Jahre aktiv war. Jetzt entsteht rund um den alten Förderturm eine Großbaustelle, wo ein neuer Stadtteil hochgezogen wird. Schickes Wohnen wo früher geschuftet wurde ist ja irgendwie schwer angesagt. Ich habe online ein paar historische Fotos der Zeche Helene gefunden, die mir halfen, mir eine Vorstellung zu machen, wie es dort einmal ausgesehen hat.

A black & white version (just for fun): / Eine schwarz-weiß Version (nur so zum Spaß):

cw_watercolor_2019_003 bw

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11 thoughts on “From dusty times

  1. Sieht wirklich großartig aus – als Motive eignen sich diese Sachen allemal. Ob das Arbeiten dort so glorreich war, bezweifle ich. Aber wahrscheinlich wird ja eher dem besseren Leben nachgetrauert, das diese Arbeit brachte, das aber auch eine andere Arbeit gebracht hätte, als der Arbeit selbst. Da differenzieren viele nur leider nicht. Für mich ist es ein Trauerspiel, dass die Politik es einfach nicht hinbekommt, sich rechtzeitig um einen Strukturwandel zu kümmern und den Leuten so neue Perspektiven zu bieten – obwohl der Ausstieg meist jahrelang vorauszusehen war/ist… Ein frohes neuen Jahr wünsche ich dir!😊

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    1. Es war die reinste Menschenschinderei, wie viele dieser Berufe, die langsam aus der Mode kommen. Aber ich glaube, die richtigen Kumpel scheinen eine Verbindung zu der Arbeit zu haben, die über den kleinen Wohlstand hinaus geht. Auch wenn ich es nicht unbedingt nachvollziehen kann, habe ich doch Respekt. Was die Politik und den Strukturwandel angeht kann ich Dir nur Recht geben. Leider ist die Politik hier selten in der Lage, sich rechtzeitig um etwas zu kümmern.

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      1. Ich glaube, es hängt auch damit zusammen, das diese Arbeit sehr respektiert wurde, auch die Arbeiter – berechtigterweise. Es war sehr schwere Arbeit. Und dann ist der Respekt plötzlich weg, deine Arbeit gilt als (umwelt-)schädlich und man braucht dich nicht mehr. Dazu kommt noch, das unter Bergleuten, glaub ich, der Zusammenhalt unter den Kollegen so groß und wichtig war, man ist ja aufeinander angewiesen. Da bricht dann viel mehr zusammen als nur eine Arbeit. Den Bergleuten kann man hier nix vorwerfen – der Politik leider schon. Man fragt sich manchmal schon, wozu die Politiker eigentlich da sind…

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