Mache ich Fortschritte? II

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Aquarell / Watercolor – 2015, Carsten Wieland

Ich habe festgestellt, dass es manchmal hilfreich sein kann, noch einmal in älteren Skizzenbüchern und Malereien zu blättern. Besonders dann, wenn es mir wieder einmal so vorkommt, dass ich, obwohl ich relativ viel Zeit mit Malen verbringe, auf der Stelle trete und ich mich nicht weiterentwickle. Nicht, dass es zwingend für mich wäre, mich ständig weiterzuentwickeln, denn ich kann dem  Malen an sich und einer Art Meditieren auch ohne Fortschritt eine Menge abgewinnen. Trotzdem ist es ein schönes Gefühl festzustellen: Ja, seit den ersten, etwas krampfhaften Versuchen bis heute hat sich etwas entwickelt. Ich glaube, wenn ich meine noch recht zaghaften Versuche vom Anfang mit meinen Aquarellen von heute vergleiche, kann ich vor allem mehr Mut erkennen. Hauptsächlich den Mut, Fehler zuzulassen und mich mehr von dem Treiben zu lassen, was aus dem Zusammenspiel von Wasser, Farbe und Pinsel auf dem Papier passiert als zu versuchen, alles zu kontrollieren und ängstlich an ein Motiv heranzugehen. Es hat relativ lange gedauert, bis ich mich zum ersten Mal aus meinem Skizzenbuch auf ein „richtiges“ Blatt Aquarellpapier getraut habe. Zu groß war die Angst, es zu „versauen“. Inzwischen bin ich in der Lage,beides unbefangen anzugehen und habe die Vorteile von beidem schätzen gelernt. Das ist für mich ein Fortschritt.

In diesem Album: eine kleine Auswahl von Aquarellskizzen aus dem Frühjahr / Sommer 2015 aus den Skizzenbüchern ( Daler-Rowney Graduate Sketchbook, 14,9 x 21,0 cm ) und einige Aquarelle auf verschiedenen Papieren.

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3 thoughts on “Mache ich Fortschritte? II

  1. Hallo Carsten, ich muss schon wieder einen Kommentar loswerden 😉
    Denn ich kann sehr gut mitfühlen… bei mir ist es ähnlich.Hätte ich nicht meine alten Skizzenbücher im Regal stehen, könnte ich meine Entwicklung auch nicht so klar sehen und wäre oft frustriert und unzufrieden. Naja, das bin ich trotzdem oft 😉
    Darf ich fragen: Wer oder was hat denn deine Entwicklung seit 2015 am meisten beeinflusst? Denn der Unterschied zu den Skizzen von Mai und Juni 2016 ist ja – wow- gewaltig. Danke und schönen Abend noch

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    1. Vielen Dank für Deinen freundlichen Kommentar, Olga. Beeinflusst hat mich in der Zeitspanne von 2015 – 2016 vor allem mein Wunsch, malerischer mit dem Aquarell umzugehen. Ich habe selbst gemerkt, dass ich am Anfang eher colorierte Zeichnungen gemacht habe einfach festgestellt, das war noch nicht das was ich mir selbst vorgestellt habe. Dank des Internets hat man heutzutage viel mehr Gelegenheit, aufregend frische Aquarelle zu sehen, als das vor 30 Jahren während meines Studiums der Fall war. Ich könnte jetzt aber niemanden im Speziellen herauspicken, da ich möglichst vermeiden möchte, zu malen wie jemand anderes, auch wenn ich dessen Arbeit bewundere. Von Anfang an waren meine Aquarellversuche auch ein selbst-therapeutisches Mittel für mich – in sofern ist vor allem der Wunsch für mich maßgebend, den Pinsel und die Aquarellfarbe so unbefangen wie möglich nutzen zu können.

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      1. Hallo Carsten,
        Danke für Deine Antwort! Ja, das kann ich gut nachvollziehen. Ich selber bin sicherlich viel eher Zeichner als Maler…. und hoffe dennoch, irgendwann besser als bisher in Fläche und Farbe und Tonwerten denken und arbeiten zu lernen. Umso beeindruckender finde ich, wie das Malerische sich in Deinen Bildern Bahn bricht. Auf mich wirkt es, als wäre es schon immer da gewesen…. Also dann: Ein schönes “plein air” Wochenende!

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